Max Röger fischt Bronze aus Luzerner Göttersee

Am vergangenen Wochenende fand im schweizerischen Luzern nach Banyoles (Spanien) und München der dritte und damit letzte Ruder World Cup in der Serie um den Weltcup-Pokal statt.  Gleichzeitig diente die Regatta auf dem 2,4 km langen Rotsee („Göttersee“) als letzte Standortbestimmung vor der Weltmeisterschaft Ende August im polnischen Poznan.
Der RCHB-Ruderer Max Röger, der wenige Tage zuvor bei der Deutschen U23 Meisterschaft in Duisburg mit Gold und Silber im leichten Männerachter- und vierer überzeugt hatte, bekam erstmals die Gelegenheit, nun auch auf einem Weltcup seine Stärke zu zeigen. Als Schlagmann des leichten deutschen Männer-Achters ging es für ihn am Freitag gegen die Niederlande, Österreich und den 3-maligen Weltmeister Italien erst einmal um die Bahnverteilung für das am Samstag folgende Finale. Da nur 4 Boote gemeldet hatten, musste kein Vorlauf ausgefahren werden.
Das Rennen über 2.000 Meter konnte Max mit seiner insgesamt noch recht jungen Mannschaft dann als Zweiter hinter Italien und vor den Niederlanden beenden. Somit war klar, dass das deutsche Boot mit der Weltspitze mithalten kann. Doch die Ruderer um Schlagmann Max Röger gaben auch zu, dass ein hartes Rennen hinter ihnen liegt. Bootstrainer Michael Hippert ergänzte: „Es ist noch nicht alles Gold, was glänzt.“Dennoch gingen die Jungs motiviert in das Finale am Samstagnachmittag. Das Ergebnis vom Vortag hatte optimistisch gestimmt. Das Finale selbst sollte den Ruderern jedoch nicht leicht gemacht werden. Bis zum Schluss wurde um die Medaillenfarbe gekämpft. Sichtlich erschöpft überquerte das deutsche Boot am Ende als drittes die Ziellinie. Gold gewannen die Niederländer und Silber ging an Italien. Zwar etwas enttäuscht, da man am Vortag noch deutlich vor den „Oranjes“ gelegen hatte und nur knapp hinter den Italienern, aber doch erleichtert konnten die acht Ruderer plus Steuermann auf dem Siegersteg ihre Medaillen in Empfang nehmen. Nach einem Tag Pause ging es dann weiter in das letzte Trainingslager vor der WM, um an Technik, Schnelligkeit und Kraftausdauer noch mögliche Verbesserungen vorzunehmen.

Nach Guido Kutscher und Lars Beilfuß im Riemenzweier mit Steuermann 1999 und 2000 sowie Peter Krüger 2006 und 2007 im leichten Doppelvierer war Max Röger nun der Vierte Ruderer vom RCHB, der beim Weltcup auf dem Luzerner Rotsee am Start war. Krüger, Kutscher und Beilfuß gelang es dabei ebenfalls jeweils einmal auf das Siegerpodest zu klettern und eine Bronzemedaille in Empfang zu nehmen.

 

Henriette Rösler