Vereinsbusfahrt 2010 Erzgebirge

Am 07. August machten sich insgesamt 47 Ruderer, Volleyballer, Mitglieder der Gymnastikgruppe und Angehörige sowie Freunde und Bekannte des R.C.H.B. auf, zur nun schon 5. Vereinsbusfahrt.
Diesmal ging es in die Berge des Erzgebirges und Untertage in ein Besucherbergwerk. Pünktlich um 7.00 Uhr fuhren wir vom Hauptbahnhof in alt bewährter Weise mit einem Bus der Firma Lange-Tours aus Görzke in Richtung Süden. Schon in den Nachrichten erfuhren wir von starken Regenfällen und Überschwemmungen im Erzgebirge. Das wir dann auch von diesen Ereignissen etwas spüren sollten, hätten wir natürlich nicht geahnt. Schon vor Chemnitz waren kleine Bäche wie die Flöha oder die Zschopau so durch die starken Regenfälle angewachsen, dass aus Ihnen reißende Flüsse wurden und zahlreiche Strassen und sogar die Autobahn gesperrt werden musste. Wie waren also gezwungen Umleitungen und weite Umfahrungen zu nehmen und hatten am Ende Probleme unsere erste Ausflugsstation den Bahnhof Cranzahl pünktlich zu erreichen.
Doch mit viel Glück und telefonischen Bitten um Wartezeiten fuhr die „Bimmelbahn“ mit 10 Minuten Verspätung los in Richtung Oberwiesenthal. Diese Schmalspurstrecke der Fichtelbergbahn geht über 17 km entlang der Grenze zur Tschechischen Republik und man fährt mit max. 25 km/h gemütlich durch Fichtenwälder und kleine Erzgebirgsdörfer bis auf 850m ÜNN nach Oberwiesenthal.
Hier angekommen merkten wir schon, dass die Vorhersagen über starken Wind, Regen und Nebel in den Bergen sich bewahrheitet hatten. Nach einem Spaziergang und einer Kaffeepause in Oberwiesenthal sollte es dann weiter mit der Schwebebahn oder dem 4-Sessellift auf den Fichtelberg gehen. Doch unser wie auch schon im letzten Jahr sehr aktive Busfahrer Herr Schubert berichtete von Sturmwarnung und Nebel auf dem Fichtelberg, so dass die Sessellifte und auch die Schwebebahn ihren Betrieb einstellen mussten. Also blieb uns nicht anderes übrig als mit dem Bus die noch fehlenden rund 300 Höhenmeter zum Fichtelberghaus zu überwinden. Bei starken Wind und Nebel - das Hotel war kaum zu finden - kamen wir schließlich noch trocken und gut gelaunt im Hotel Fichtelberghaus auf 1215m an. Das 3-Sternehotel war wie in den vergangenen Jahren sehr schön und bot alles wir benötigten.
Am Abend wurde dann bei einem kalt/warmen Büfett gut erzgebirgisch gegessen und bei einem Erzgebirgsabend einiges über die Geschichte des Fichtelberghauses musikalisch und in einheimischer Mundart zum Besten gegeben. Schon am Abend kündigte sich eine Wetterbesserung an und tatsächlich der erste Blick aus dem Hotelfenster am Sonntagmorgen entschädigte für das schlechte Wetter am Vortag. Einige konnten es gar nicht abwarten und machten sich schon um 7.00 Uhr auf, um die Gegend zu erkunden und den jetzt herrlichen Ausblick vom Aussichtsturm des Hotels zu genießen. Nun war der kleine Fichtelberg, Oberwiesenthal, der tschechische Nachbarberg Klinovec (Krummberg) und weitere Orte gut sichtbar. Die Sonne kam sogar raus, so dass wir nach einem ausgiebigen Frühstück unsere Seilbahnfahrten nachholen konnten.
Jetzt aber talwärts ging es für 38 Personen im Vierersessellift und für 9 Personen (unsere Angsthasen) mit der Schwebebahn zur Talstation nach Oberwiesenthal. Dann ging es weiter nach Ehrenfriedersdorf. Hier besichtigten wir ein ehemaliges Silber- und Erzbergwerk. Mit dem Förderkorb ging es in kleinen Gruppen in 100 m Tiefe. Ausgerüstet mit Helm und Umhang wurden wir mit der schweren Arbeit Untertage vertraut gemacht. Neben Abbautechniken, Sprengsimulationen und Fördertechnik erfuhren wir auch viel über das tägliche Leben der Bergleute.
Nach einer Fahrt mit der Grubenbahn Untertage wurde zünftig bei Kesselgulasch und einem Bergmannsschnaps dieser Ausflug in die Tiefen des Erzgebirges besiegelt. Nach einem kurzen Zwischenaufenthalt in Annaberg-Buchholz, der heimlichen Hauptstadt des Erzgebirges ging es wieder Richtung Brandenburg.
Dank der guten Vorbereitung, der wieder perfekten Fahrkünste und guten Versorgung durch unseren Busfahrer Herrn Schubert und der duften Truppe war auch dieser Vereinsausflug wieder ein voller Erfolg.
Alle freuen sich schon aufs nächste Jahr, wo es wahrscheinlich wieder in Richtung Norden gehen soll.
Klaus Schönhoff




