Traditionsachter auf Rudertour über den Bodensee

Am Freitag, dem 09. Juli fuhren acht Mitglieder aus dem Traditionsachterteam des R.C.H.B.  zum Ruderclub Neptun nach Konstanz am Bodensee.
Mit einem klimatisierten Kleinbus vom Stadtsportbund machten sich die  6 „Oldieruderer“ Hartmut Schrepffer, Jörg Hoffmann, Dieter Merda, Detlef Beilfuß, Friedrich-Karl Meinicke und Klaus Schönhoff bereits um 6.00 Uhr morgens auf die lange Fahrt an den Bodensee. Da unsere beiden „Jüngsten“, Frank Schulze und Helge Hübener, am Vormittag noch arbeiten mussten, kamen sie mit dem PKW nach.
Im Gegensatz zu den PKW-Fahrern kam unser Kleinbus ohne Staus und Probleme nach über 800 km durch 5 Bundesländer gut in Konstanz an. Durch die Aufschrift „Stadtsportbund der Stadt Brandenburg an der Havel“ auf unserem Bus wussten die zahlreich vom Steg ablegenden Konstanzer Ruderer gleich das wir die weite Anreise aus Brandenburg hier zum Rhein unternommen hatten. Viele von ihnen waren erstaunt, dass es auch eine Stadt Brandenburg gibt. Da wir auf Grund der Hitze früher losfuhren, als eigentlich geplant, nutzten wir die frei gewordene Zeit um die Stadt Konstanz schon einmal ein wenig kennen zu lernen.
Die vom Ruderclub an der Rheinbrücke in 5 Minuten zu erreichende Altstadt mit zahlreichen historischen Bauten, einem kunstvoll verzierten Rathaus und vielen Kirchen zeugt von einer langen Tradition am Bodensee an der Grenze zur Schweiz. Vom Konstanzer Münster, welches wir über 196 Treppenstufen erkletterten, hatten wir einen herrlichen Blick über diese schöne Stadt, den Hafen mit seiner großen Skulptur „Imperia“ und natürlich den Bodensee mit seinen Inseln Mainau und Reichenau sowie dem Rhein der aus der Schweiz kommt und durch den See fließt. Die Schweizer Berge im Hintergrund, das türkisfarbene Wasser des Sees und die herrliche Natur erinnerten an das Mittelmeer und mediteranes Klima. Nachdem wir unser Quartier bezogen hatten und auch die PKW-Gequälten restlichen Brandenburger eingetroffen waren, stürzten wir uns in die herrlich, kühlen und mit Sichtweiten über 3m, sauberen Rheinfluten direkt vor unserem Quartier. Diese Abkühlung haben wir genossen und von jetzt an mindestens 3 mal täglich ausgenutzt.
Im Bootshaus der Konstanzer Ruderer, wo über 400 Ruderer organisiert sind, ist neben einem schönen Kraftraum und 3 Hallenteilen für die Ruderboote auch ein griechisches Restaurant untergebracht. Hier haben wir dann unsere Ankunft am Bodensee mit Ouzo besiegelt.
Am Samstag ging es dann mit zwei Wanderruderbooten einem Doppelvierer m. Stm. und einem Doppelzweier m. Stm. den Rhein entlang zum westlichen Teil des Bodensee zur Insel Reichenau. Hier verläuft in der Flussmitte die Grenze zur Schweiz und viele kleine Schweizer Orte mit hübschen Häusern und kleinen Häfen zogen an uns vorbei. Bevor wir die Insel Reichenau umrundeten, ruderten wir an einem Vogelschutzgebiet vorbei. Im flachen Wasser konnte man bizarre Wasserpflanzen beobachten und was von uns bisher sicherlich noch keiner je erlebt hatte – wir ruderten durch ein Schwanenmeer aus mehreren Hundert Vögeln. Nach einem kurzen Stopp auf der Insel und einem Badehalt auf Schweizer Seite ging es am Nachmittag zurück zum Ruderclub Konstanz. Leider nimmt ab ca. 10 Uhr hier am Rhein der Ausflugsverkehr in Richtung Schaffhausen sowie Mainau, Bregenz und Überlingen so dermaßen zu, dass es für unsere kleinen Ruderboote schon schwierig wurde, gegen die Strömung und die Wellen der Motorboote bzw. Ausflugsdampfer anzukommen. So nahmen wir den Hinweis der einheimischen Ruderer gern auf und starteten unsere Sonntagsausfahrt bereits kurz nach 8.00 Uhr. Diesmal ging es in entgegengesetzter Richtung direkt auf den Bodensee entlang am Konstanzer Hafen über den See in Richtung Insel Mainau mit herrlichen Blick auf die Altstadt von Konstanz.
Auf der  Rückfahrt nach Brandenburg nutzten wir dann die Gelegenheit noch einen Abstecher zum Rheinfall nach Schaffhausen zu machen. Ein herrliches Wochenende an einer der schönsten Ecken Deutschlands ging wieder mal viel zu schnell vorbei.
Da wir keine erfahrenen Wanderruderer sind und die Hitze fast unerträglich war, hatte jeder der „gestandenen Männer“ zwischen 53 und 70 auch einige Blasen und Hinterteilsschmerzen vorzuweisen. Aber es hat allen viel Spaß gemacht, das Bier schmeckte nach dem Rudern in den zahlreichen Biergärten besonders gut, wir müssen viel Schlaf nachholen aber freuen uns schon aufs nächste Jahr.

 

 

 

 

 

Klaus Schönhoff