Landeswanderrudertreffen in Lehnin

03. - 05.07. Der Sportverein Kloster Lehnin e.V. feiert in diesem Jahr sein 100. Jubiläum. Zu diesem festlichen Anlass hat er uns und alle anderen begeisterten Ruderer zum Wanderrudertag Brandenburg eingeladen – und wir sind zu viert gekommen: Ramona, Claudia, Klaus und Florian hätten einen Vierer besetzen können. Aber das ist ja nicht im Sinne der Veranstaltung. Vielmehr wurden wir per Kronkorkenlosverfahren auf verschiedene Mannschaften verteilt. Claudia und Klaus fanden sich Seite an Seite im Kirchboot wieder. Das Kirchboot kam an diesem Wochenende aus Köln am Rhein. Aber ursprünglich natürlich von hier, denn es handelt sich um den umgetauften „König von Preussen“.

Und eigentlich waren wir auch mehr als nur vier. Denn schon am Donnerstag ging die Fahrt los, als wir drei Wandervierer vom Bootshaus des R.C.H.B. die Havel runter und über Breitlingsee und Mösersee zum dortigen Kanuverein überführen wollten. Doch auch eine Besetzung von insgesamt 15 Personen scheiterte an Wind und Wellen. Obwohl die Havel bis zum Leuchtturm ganz geschmeidig vor uns lag, begrüßten uns plötzlich vom Westwind aufgepeitschte, mit Schaumkronen geschmückte Wellen am Einlauf in den Breitlingsee. Nach wenigen Schlägen auf den See mussten auch die Härtesten unter uns Wikingern einsehen, dass die Wellen höher waren als die Bordwand. Also Wende über … egal. Nur zurück in die friedliche Havel. Am Havelstrand stellten wir alle erleichtert fest, dass wir immer noch drei Boote und eine 15-köpfige Besatzung zählten. Danke an alle, die diesen Versuch mit uns unternommen haben und heil wieder am Bootshaus ankamen.

Drei unserer Boote lagen am nächsten Samstagmorgen dennoch im Kanuverein am Mösersee. Dem Hänger und seinem Fahrer sei Dank. Von dort startete der eigentliche Wanderrudertag Richtung Nordost. Zurück über Möser- und Breitlingsee in den Silokanal. Ohne gewerblichen Gegenverkehr direkt zur Havelschleuse. Passend zum 100. Vereinsgeburtstag des SV Kloster Lehnin saßen fast 100 Ruderinnen und Ruder in ihren Booten. Mittags gab es in Klein-Kreuz am nördlichen Havelufer Wasser, Bier, Kaffee, Kuchen und Kraftnahrung. Trotz des leichten warmen Nieselregens kreuzten wir am Nachmittag die breite, blau-grüne Havel, über die Krumme Havel in den alten Emsterkanal. Seine Ufer sind seit hunderten von Jahren immer noch mit Pfählen und Flechtwerk gesichert. Im Rietzer See hielten wir uns schön mittig in der Fahrrinne. Denn keiner wollte seine Skulls im Schlick versenken. Der alte Kanal brachte uns weiter Richtung Südost über den Netzener See bis in den Klostersee. Das war eine Etappe von runden 35 km.

Abends in der Festhalle (das war der leergeräumte Bootsschuppen) beglückwünschte uns der Bürgermeister der Gemeinde zu dieser sportlichen Leistung. Die Festhalle bot auch genug Platz für den Tanzboden. Und mein Glückwunsch an die sportlichen Tanzpaare, die immer noch die Klassiker beherrschen. Der nächste Tanz folgt dann beim Deutschen Wanderrudertag im September gleich neben dem Schweriner Schloss. Ich freue mich auf den Schlosstanz.

Florian Baentsch



Zwei Finalrennen für Sarah beim Weltcup in Luzern

26. - 28.06. Die Regattastrecke auf dem Rotsee von Luzern in der Zentralschweiz ist einer der idyllischsten Ruderorte: ein gut 2 km langer See, im Naturschutzgebiet gelegen, umgeben von grüner hügeliger Landschaft und mit Blick auf die Luzerner Berge wie den „Pilatus“, dem Luzerner Hausberg. Fast jedes Jahr findet hier der dritte Ruderweltcup statt und Sarah Wibberenz gehörte erneut zum Weltcup-Aufgebot der Nationalmannschaft. Sie ging, wie schon beim Weltcup in Sevilla, wieder in zwei Bootsklassen an den Start: im Doppelzweier der Frauen gemeinsam mit Lisa Gutfleisch vom Heidelberger Ruderklub (der Hauptbootsklasse) und zusätzlich im Mixed-Doppelzweier gemeinsam mit Arno Gaus von der Bonner Ruder-Gesellschaft. Bei Temperaturen weit über 30° C war dies ein sehr herausforderndes Programm.

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