Drei BW-Medaillen für den RCHB Nachwuchs in München

Die meisten der Brandenburger Kinder genossen am vergangenen Wochenende wohl schon ihre Sommerferien - nicht so jedoch die sechs Kinder des RCHB. Mit ihren Trainern Jörg Gildemeister und Henriette Rösler machten sie sich am ersten Ferientag auf nach München zum Bundeswettbewerb in der Altersklasse 12-14 (BW), organisiert von der Deutschen und der Bayerischen Ruderjugend. In drei verschiedenen Tages-Wettbewerben müssen sich dort die besten Sportler aller Bundesländer beweisen und möglichst viele Punkte gewinnen. Gut 70 Sportler aus dem Land Brandenburg hatten sich für den BW qualifiziert, der in diesem Jahr auf der ehemaligen Olympia-Regattastrecke von 1972 stattfand.

Am dritten Wettkampftag stand der sechste Platz in der Länderwertung statt. Damit konnte zwar nicht an die guten Gesamtergebnisse des Landes Brandenburg aus den letzten Jahren angeknüpft werden. Dennoch waren die beiden Trainer mit ihren eigenen Schützlingen sehr zufrieden. Das viele Training im Vorhinein und die Konzentration auf den Saisonhöhepunkt hatten sich gelohnt.

Zuerst musste die Langstrecke bewältigt werden. Im Minutenabstand starteten alle über die 3.000 Meter-Strecke. Hier konnten Leonie Berz und Sarah Hecht im Leichtgewichts-Doppelzweier  der AK 12/13 die Konkurrenz in ihrer Abteilung gut auf Abstand halten, so dass die Silbermedaille als Belohnung herauskam. Dies machten ihnen Elias Bernhardt und Thomas Heinsohn, ebenfalls im Leichtgewichts -Doppelzweier AK 12/13, nach. Auch sie kletterten als Zweite aufs Siegerpodest. Da beim BW immer nur die ersten und zweiten Plätze geehrt werden, verpasste Jessica Röhl im Mädchen-Einer AK 13 mit ihrem dritten Platz das Treppchen nur knapp um zwei Sekunden. Carolin Bartels erkämpfte sich im Leichtgewichts-Einer AK 14 Platz Vier. Mit ihren Zeiten, die im Gesamtvergleich am Ende recht gut aussahen, hatten sich alle vier Boote für das B-Finale qualifiziert.

Am zweiten Tag ging es um viele Punkte an Land. Es war Zeit für den Zusatzwettbewerb. Hier warteten Tauziehen, Basketballdribbling, eine Ergometerstaffel, Sprints, Sackhüpfen und weitere Geschicklichkeitsspiele auf die Kinder. Leider wurde hier nur Platz Zwölf in der Gesamtwertung zwischen den einzelnen Bundesländern erreicht.

Dennoch war man optimistisch, am letzten Tag durch die ruderische Leistung über die 1.000 Meter-Strecke in den B-Finals die Platzierung wieder zu verbessern. Zumindest die Sportler des RCHB leisteten ihren guten Beitrag dazu. Gleich als erstes konnte sich Jessica nach einem Rennen, in dem sie von Beginn an führte, die Goldmedaille am Siegersteg abholen. Carolin kämpfte sich auf Platz drei ins Ziel und die beiden Doppelzweier gewannen Platz vier (Leonie/Sarah) und fünf (Elias/Thomas). Bei jeweils mehr als zwanzig Startern war das ein zufrieden stellendes Ergebnis.

Mit in München dabei war auch die 13-jährige Florentine Hadzajlic, die im vorigen Schuljahr vom RCHB an die Sportschule nach Potsdam gewechselt ist. Das konzentrierte und zahlreiche Training dort zahlte sich aus. Mit ihrer Partnerin gewann sie die Langstrecke im Doppelzweier der AK 12/13. Mit diesem Ergebnis hatten sie sich für das A-Finale qualifiziert. Hier hieß es am Ende Platz Zwei und damit Silber. Sie zählt somit klar zu den besten Ruderinnen in ihrer Altersklasse in Deutschland.

Nicht ganz so positiv schnitten die Jungen vom RC Plaue Nicola Kress und Tobias Rechholz ab. Dennoch sammelten auch sie ihre Erfahrungen und können vielleicht im nächsten Jahr beim BW 2012 wieder mit angreifen.

 

HR