Internationale Juniorenregatta in München

Internationale Juniorenregatta- das hört sich schon sehr groß an. Auch wenn ich dann nur gegen deutsche Gegnerinnen ruderte, musste ich mich erstmal gegen diese beweisen. Bei sommerlichen Temperaturen hatte ich am Samstag und Sonntag jeweils ein Rennen im Einer und im Doppelzweier, mit meiner Frankfurter Zweierpartnerin Jenny Zeiger, über 1500m.
Im Zweier wollten wir, vor allem als älterer Jahrgang, allen zeigen, was wir können. Im ersten Zweierrennen am Samstag hatten wir uns schnell einen deutlichen zweiten Platz gesichert, aber das führende Hamburger Boot war außer Reichweite. Nach einem starken und kräftezehrenden Endspurt, den die Hamburger nicht kontern konnten, siegten wir doch noch überraschend, wenn auch nur mit einer Bugballlänge Vorsprung. Wir waren total fertig. Drei Stunden später, noch nicht ganz erholt, musste ich gleich wieder in den Einer steigen. Nach einem misslungenen Start begann ich die Aufholjagd. 500 m vor dem Ziel hatte ich eine sichere Führung herausgearbeitet, sodass ich kontrolliert und ruhig gewinnen konnte.
Am Sonntagvormittag war unser Ziel im Zweier klar: Durch eine höhere Schlagfrequenz konnten wir an unseren Gegnern besser dran bleiben. Mit viel Kampfgeist auf den letzten Metern holten wir die zweite Goldmedaille im Zweier. Doch der Tag war noch nicht beendet. Im vierten Rennen, im Einer, ließen meine Kräfte deutlich nach. Unangefochten siegte die Breisacherin, aber durch einen guten Endspurt konnte ich mir mit einer Sekunde Vorsprung den zweiten Platz sichern.
Auch wenn ich keine internationalen Gegner hatte, war die internationale Stimmung beeindruckend, sogar aus Brasilien, Irland und Azerbaijan reisten größere Mannschaften an. Sehr gut hat mir auch die ausgesprochen gute Stimmung und das Mannschaftsgefühl unter uns Brandenburgern gefallen.
Nach diesem sehr erfolgreichen und äußerst anstrengenden Wochenende gilt mein Dank vor allem dem RCHB und dem Frankfurter RC, die mir die lange Reise ermöglichten, sowie den Trainern Ingo Fattroth vom RCHB und Dirk Schacher aus Frankfurt, denen ich diese Erfolge besonders zu verdanken habe.
Fini Sturm




