FISA World Masters im polnischen Poznan

Vom 08.-11. September 2011 fand in der polnischen Stadt Poznan die FISA-World-Masters Regatta, die inoffizielle Weltmeisterschaft der Mastersruderer, statt. Weit über 2000 Sportler aus ca. 40 Nationen starteten bei diesem weltweit größten Ruderevent auf der wunderschönen Regattastrecke auf dem Malta-See.
Mit dabei waren auch wieder 7 Sportler vom Ruder-Club-Havel Brandenburg, die in 15 verschiedenen Booten am Start waren. Neben 3 Siegen erruderten sie noch fünf zweite und drei dritte Plätze. Der erfolgreichste RCHB-Ruderer war in diesem Jahr Enrico Goldstein, der gleich zweimal am Siegersteg anlegen konnte. Die erste Medaille gewann er zusammen mit seinem Partner Marc Tibursky aus Hennigsdorf durch einen sehr starken Endspurt im Doppelzweier der Altersklasse A (Mindestalter 27 Jahre). In der Altersklasse B (Mindestdurchschnittsalter 36 Jahre) belegten beide einen sehr guten 2. Platz. Den zweiten Titel erruderte Enrico im Mix-Doppelzweier, zusammen mit Ina Bauer ebenfalls aus Hennigsdorf. Sie siegten ganz souverän mit der besten Zeit aller gestarteten Boote. Im Doppelvierer AK B mit seinen Vereinskameraden Jörg Gildemeister sowie den Brüdern Jens und Lars Beilfuß reichte es diesmal lediglich zu Platz 3.
Den 3. Sieg für die Brandenburger erruderten Jörg Gildemeister und die Beilfuß Brüder mit Thomas Schulz aus Schwerin und Steuermann Benno Kaiser aus Berlin im Riemenvierer mit Steuermann der Altersklasse A. Thomas Schulz war für Guido Kutscher eingesprungen, der sich leider 5 Wochen vor der Regatta den Arm gebrochen hatte und deshalb nicht an allen Rennen teilnehmen konnte. Aber wenigstens einmal wollte er sich doch über die 1000m lange Strecke kämpfen. Am Ende stand ein respektabler 3. Platz für die 4 Brandenburger und Steuermann Kaiser im Riemenvierer mit Steuermann der Altersklasse B zu Buche. Jörg, Jens und Lars starteten zudem noch zweimal im Achter. Zusammen mit Ruderern aus Schwerin, Dresden, Pirna und Berlin belegten sie beide Male den zweiten Platz, womit sie sehr zufrieden sein konnten.     
Die Frauen Steffi Donner und Lissy Leue starteten mit ihren Partnerinnen Corina Wartenberg-Zschuppe aus Potsdam und Sylvia Hafemann aus Berlin im Doppelvierer der Altersklasse C (Durchschnittsalter 43 Jahre) und der Altersklasse B. Sie trotzten den widrigen Wetterbedingungen, starker Wind und Regen peitschten über die Strecke, und wurden in beiden Rennen ganz knapp Vierte. Im Doppelzweier der Altersklasse A erkämpften sie sich den dritten Platz. Als großes Handicap erwies sich die Tatsache, dass kurz vor dem Rennen, ihr Auto aufgebrochen und ausgeraubt wurde, da war natürlich der Kopf nicht frei. Am Samstag starteten Steffi und Lissy noch einmal im Doppelzweier AK B. Bis zum Schluss war das Rennen hart umkämpft und im Ziel fehlten ihnen lediglich 0,8 Sekunden zum Sieg. Der zweite Platz war ein schwacher Trost, auch wenn die beiden Ruderinnen eigentlich nur zu Regatten ins Boot steigen können, da Steffi mittlerweile ins Ruhrgebiet gezogen ist. Mit Corina stieg Lissy noch einmal in den Doppelzweier, diesmal in der AK D (Altersdurchschnitt 50 Jahre). Den übermächtigen Norwegerinnen mussten sie sich trotz eines beherzten Rennens, geschlagen geben. Der zweite Platz war der Lohn.
Auch wenn für die Brandenburger in diesem Jahr insgesamt nicht ganz so viele Siege heraus sprangen, war es trotzdem eine erfolgreiche Regatta und der Ansporn ist da, es im nächsten Jahr vielleicht noch etwas besser zu machen. Dann werden diese Titelkämpfe, wieder Anfang September, in Duisburg ausgetragen. 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lissy Leue und Lars Beilfuß